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11. Blomberger Songfestival verzaubert

Das 11. Blomberger Songfestival ist Geschichte – und was für eine! Zwei bewegende Abende mit einem Programm, das an Vielseitigkeit kaum zu überbieten ist. Zwei Abende mit je fast 5 Stunden handgemachter und fesselnder Live-Musik verzauberten die Besucher.

Die Begeisterung nach dem diesjährigen Songfestival war umso beeindruckender als die Veranstalter in diesem Jahr auf die ganz großen Namen im Line-Up verzichtet haben. Alle Singer/Songwriter haben jedoch gezeigt, dass es ihre Musik absolut Wert ist, entdeckt zu werden, und wurden von einem mitgerissenen Publikum belohnt.

5Das Festival eröffnete am Freitag der Detmolder Liedermacher und Landplagen-Urgestein Mickey Meinert, der bei diesem Festival Songs aus seiner neuen CD „Bewegungen“ vorstellte. Während er häufig als Sideman für bekannte Musiker unterwegs ist, setzte er beim Festival nun seine eigenen Songs mit virtuosem Gitarrenspiel in Szene. Begleitet wurde er dabei von dem Gitarristen Matze Pethig, der auch sein Können an der Mandoline unter Beweis stellte. Der Song „Rock’N’Roll-Denkmal“ wurde zwar nicht von Meinert geschrieben (er stammt aus der Feder von Werner Vogt) ist aber wie für ihn gemacht. Alle, die das Festival verpasst haben, sollten sich das dazugehörige Video auf youtube anschauen!

3Den 2. Act des Abends gestaltete die Kölner Songwriterin Christina Lux, die das Publikum mit ihren tiefgehenden Songs und ausdrucksstarken Texten beeindruckte. Ihrer facettenreichen Stimme, ihrem Charme und ihrer Ausdrucksstärke kann man sich kaum entziehen, und sie kommt immer sehr authentisch rüber. Die Musikerin stellte an diesem Abend vor allem Songs mit deutschen Texten von ihrer neuen CD „Leise Bilder“ vor, die Ende des Jahres erscheinen wird. Beim Festival konnte sie sich nach ihrem gelungenen Auftritt über viele Vorbestellungen freuen.

2Den Abschluss des ersten Festivalabends bildete das sensationelle Duo „Carolin No“, welches in 2016 als die Entdeckung des Songfestivals galt. Wie bereits im letzten Jahr haben die Musiker den Saal innerhalb weniger Sekunden förmlich elektrisiert. Die Songs von Carolin No berühren. Sie beobachten, beglücken, beschwingen. Sie beschönigen nicht, strahlen aber immer Zuversicht aus. Die beiden Multiinstrumentalisten und Songwriter fangen Momente des Alltags ein und übersetzen diese in Musik. Sie erzählen Geschichten mit ihren Liedern und feiern den Augenblick. Das Publikum war begeistert und stürmte den CD-Stand.

10Den Festivalsamstag eröffnete Festivalgründer und Liedermacher Volkwin Müller zusammen mit dem Hamburger Ausnahmegitarristen Uli Kringler. Das Duo spielte Höhepunkte aus den eigenen Programmen sowie Klassiker ausgewählter Songwritergrößen. Besonders Volkwins Song „Wenn einer geht“ ging direkt in die Herzen der Zuhörer. Aber auch sein neuer Song „Du bist so“ wurde von den Gästen begeistert aufgenommen. Uli Kringlers Solostück „Inshallah“ zeigte sein unglaublich ausgefeiltes Gitarrenspiel und brachte eindrucksvoll zum Ausdruck, wie schön es sein kann, wenn sich Kulturen verbinden.

8Den zweiten Auftritt des Abends bestritt der 27jährige ambitionierte Hamburger Singer/Songwriter Tom Klose. Er gilt zurecht als neue deutsche Hoffnung am Songwriterhimmel und überzeugte durch ein besonderes Zusammenspiel von akustischer Gitarre, Gesang und Loops. Zeitweise war es für das Publikum kaum glaubhaft, dass da nur ein einziger Musiker auf der Bühne stand. Besonders sein Stück „Echoes“ faszinierte durch vielschichtige Loops und Klänge.

 

7Den Festivalhöhepunkt bildete der irische Songwriter Luka Bloom. Bloom war für dieses Konzert extra aus Irland angereist. Er hat sich seit einigen Jahren mit seinen eigenen Songs sowie mit einigen erfolgreichen Coverversionen weltweit etabliert und bringt heute Alben heraus, die hauptsächlich von seinem Gesang und seiner akustischen Gitarre geprägt sind. Der Künstler verstand es, einen intensiven Kontakt zum Publikum aufzubauen. Seine humorvollen Einleitungen zu den Songs brachten viele Gäste zum Schmunzeln. Vor allem entstand eine besondere Intensität bei den Stücken, wo Bloom das Publikum zum Mitsummen animierte. Die begeisterten Gäste rangen dem Musiker trotz später Stunde mehrere Zugaben ab, bedankten sich mit stehenden Ovationen und bekamen wiederum als Dankeschön noch ein A-Capella „Gute-Nacht-Lied“ auf den Heimweg.

 

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