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12. Blomberger Songfestival

2. und 3. November 2018, Beginn jeweils 19:00 Uhr
Kulturhaus „Alte Meierei“, Brinkstr. 22

 

Am 2. und 3. November steigt bereits zum 12. Mal das Blomberger Songfestival, das mit seiner hochkarätigen, handgemachten Singer/Songwriter-Musik aus dem Blomberger Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken ist. Die Veranstalter haben auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, bereits bekannte Gesichter treffen dabei auf eindrucksvolle Neuentdeckungen.

 

Programmübersicht:

Freitag, 2. November, 19 Uhr
VOLKWIN Trio (Detmold/Hamburg)
Katja Werker (Wegberg)
Purple Schulz (Köln) „Der Sing des Lebens“

Samstag, 3. November, 19 Uhr
Teresa Bergman (Neuseeland/Berlin)
Schelpmeier & die Plögerette (Detmold/Berlin)
Someday Jacob (Bremen/Hamburg)

 

VOLKWIN (Foto: Dirk Schelpmeier)

Der Liedermacher Volkwin Müller ist dem Blomberger Publikum seit Beginn des Songfestivals für seine eigenen Songs und für seine Interpretationen bekannter Rockklassiker bekannt. Darüber hinaus tourt er seit über vier Jahren mit seinem individuellen John Lennon-Programm und dem Hamburger Schauspieler und Autor Achim Amme erfolgreich durch Deutschland. In 2018 hat er sich erstmals für Auftritte in Innsbruck und im Blomberger Weinhandel intensiv mit Songs von Bruce Springsteen auseinandergesetzt.

 

 

Martin Denzin und Uli Kringler (Fotos: Caspar Sessler)

In seinen Konzerten spielt Volkwin seine eigenen Songs und auch Songs anderer renommierter Songwriter mit akustischer Gitarre, singt dazu und reduziert sie auf einen intensiven Kern und legt das Wesentliche an den Songs frei. Er umgarnt die Lieder mit seiner eigenen Intensität und bezaubert die Zuhörer mit seiner ausdrucksstarken, warmen Stimme. Durch seine intime Instrumentierung und seinen besondere Gesang kommen die Songs jedem Zuschauer ganz nah. Dieser Abend im Blomberger Konzerthaus ist ein absolutes Muss für jeden Songwriter-Fan und für jeden Anhänger von handgemachter Musik, da Volkwin mit Uli Kringler an der Gitarre und Martin Denzin an den Percussion von zwei ganz besonderen Musikern begleitet wird.

Katja Werker (Foto: Nils Bornemann)

Danach übernimmt die Liedermacherin Katja Werker (Gesang/Gitarre) die Bühne. Sie wird beim Blomberger Songfestival voraussichtlich eines der letzten Live-Konzert ihrer beeindruckenden Karriere geben. Mit im Gepäck hat sie ihre neue von Fachpresse und Fans hoch gelobte CD „Magnolia“, die gerade für den deutschen Schallplattenpreis nominiert wurde. Stefan Stoppok sagt über Katja: „Für mich ist Katja Werker eine der außergewöhnlichsten Künstlerinnen, die wir in Deutschland haben (…), eine herausragende Songschreiberin, die es schafft, dem Zuhörer in 4 Minuten mehr zu erzählen, als so manches Buch auf 400 Seiten.“ Die Musikerin zieht das Publikum mit ihrer natürlichen Art, den ehrlichen und packenden Texten ihrer Songs, ihrer facettenreichen Stimme und den spontanen Einleitungen in ihren Bann. Das hat sie schon zweimal beim Songfestival bewiesen und auch ihr diesjähriger Auftritt in Blomberg verspricht etwas ganz besonderes zu werden!

 

Purple Schulz (Foto: Bettina Koch)

Den Abschluss des ersten Festivalabends bildet Purple Schulz, der in Blomberg sein aktuelles Programm „Der Sing des Lebens“ vorstellen wird. Purple ist seit über 30 Jahren eine feste Größe in der deutschsprachigen Musik und ein mitreißender Entertainer. Er brachte den Saal im Blomberger Kulturhaus bereits zwei Mal zum Kochen. In 2011 begeisterte er als Hauptact und 2013 wählte Purple das Kulturhaus als Aufnahmeort für seine Live-CD und DVD zu der Tour „So und nicht anders“.

Es gibt nicht viele Künstler, die ihr Publikum auch nach Jahrzehnten noch überraschen. Purple Schulz gehört mit Sicherheit dazu. Mit seiner in Deutschland einmaligen Mischung aus Konzert und Kabarett sorgt der Kölner Songschreiber und Multi-Instrumentalist bei seinem Publikum allabendlich für Standing Ovations. In seinem aktuellen Programm „Der Sing des Lebens“ begegnet er dem Leben mit Respekt, beißender Ironie oder mit seinem unverwüstlichen rheinischen Humor und singt über Dinge, über die andere noch nicht einmal sprechen. Mit großer Leidenschaft und Liebe zur Musik trifft Purple Schulz nicht nur den guten Ton, sondern bringt in seinen Texten auch das Leben auf den Punkt. Und das mit hohem Gänsehautfaktor! Begleitet wird er dabei von seinem unvergleichlich virtuos spielenden Bühnenpartner Markus Wienstroer an Gitarre und Violine.

„Sehnsucht“, „Verliebte Jungs“, „Kleine Seen“… Natürlich wird Purple dem Blomberger Publikum seine Hits nicht vorenthalten. Aber er wiegt uns nicht in der trügerischen Sicherheit der Nostalgie, er ist nicht in den 80ern stehengeblieben, sondern mit uns erwachsen geworden und singt über das, was uns heute bewegt. Aus vollem Herzen. Mit Haltung und Verstand. Seine Lieder, die Klassiker und die neuen, vereint er zu einem besonderen, ganzheitlichen Konzerterlebnis.

 

Teresa Bergman (Foto: Jim Kroft)

Den Festivalsamstag eröffnet die Neuseeländerin und Wahlberlinerin Teresa Bergman. Wenn über die Musikerin gesprochen oder geschrieben wird, steht meist ihre große Stimme und Bühnenpräsenz im Mittelpunkt. So lobt die FAZ: „Phantastische Stimme, phantastische Songs. Einfach so. Bläst sie einen um.“ In Wellington geboren singt Bergman klares Englisch, manchmal auch auf Deutsch oder mit denglischen Wortspielen. Teresa Bergmans Kompositionen sind eingängig ohne dabei aufdringlich zu werden. Teresa schlägt musikalische Brücken zwischen Folk, Funk und Jazz. Ihr typischer Bergman-Groove, ihr Mut zu stilistischen Kontrasten sowie ihr Bühnen-Mix aus Spaß und Intimität machen Teresas Konzerte zu magischen wie mitreißenden Erlebnissen.

 

Die Plögerette und Schelpmeier (Foto: Joline Ludwig)

Bei dem zweiten Auftritt des Abends stellen Schelpmeier & die Plögerette Schelpmeiers aktuelle Platte „Lass uns bleiben“ vor. Dirk Schelpmeier, der sich selbst augenzwinkernd als „Liedausdenker & Musikerfinder“ bezeichnet, hat sich mit inzwischen 3 Solo CDs einen festen Platz in der deutschen Singer/Songwriter Szene erspielt. „Lass uns bleiben“ ist die erste Schelpmeier-CD, die er mit seiner Duo-Partnerin Natalie Plöger alias „die Plögerette“ komplett zusammen eingespielt hat. In seinen Konzerten wechselt Schelpmeier teilweise rasant die Stimmung von brüllend komischen, mit feinem Zynismus gewürzten Stücken über lakonische Schilderungen aus der ostwestfälischen Provinz hin zu melancholischen, sehr ergreifenden und einfühlsamen Nummern. Seit Anfang 2011 bestreitet er die meisten Live Konzerte im Duo mit der Contrabassitin Natalie Plöger, die 2014 einer breiten Öffentlichkeit als 1/3 des Trios Elaiza bekannt wurde.

 

Someday Jacob (Foto: Caspar Sessler)

Den Festivalabschluss bildet die Formation Someday Jacob. Die Musiker aus Bremen und Hamburg um Frontman Jörn Schlüter werden ihr neues Album „Everybody Knows Something Good“ vorstellen.

Die Arbeit am Lied: Darum geht es bei dem Quartett um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Jörn Schlüter. Nicht um schnelle Schlüsselreize, nicht um Selbstinszenierung – und ganz gewiss nicht darum, besser als die anderen zu sein. Musik ist kein Wettbewerb, sondern ein Gespräch. Ist sie es nicht, fühlt sie sich leer an. Jeder weiß etwas Gutes: „Everybody Knows Something Good“.

Für das eben so betitelte neue Werk – es ist insgesamt das dritte – gehen Someday Jacob in die Stadt. Evozierten die Lieder des Vorgängers Wälder und Schluchten, wird der Ton nun etwas konkreter, direkter. Die neuen Songs haben etwas Unmittelbares, Offenes und Klares. Someday Jacob wollten einen Sound, der das ausdrückt. Den richtigen Mann dafür fanden sie, wie schon zuletzt, in Nashville: Der Grammy®-dekorierte Rick-Rubin-Sidekick Ryan Hewitt (Red Hot Chilli Peppers, Johnny Cash, Avett Brothers, Angus & Julia Stone) setzte die Aufnahmen des Quartetts in Szene. Das Master stammt wieder von Richard Dodd (Tom Petty, George Harrison).

Beim 12. Blomberger Songfestival werden Jörn Schlüter (Gesang/Gitarre), Uli Kringler (Gitarre/Gesang), Martin Denzin (Drums/Gesang) und Manuel Steinhoff (Bass/Gesang) Songs aus diesem Album präsentieren und damit „die Sonne Kaliforniens über der norddeutschen Tiefebene aufgehen lassen“.

 

Organisiert wird die 2-tägige Veranstaltung seit Beginn von Singer/Songwriter Volkwin Müller und seiner kulturbegeisterten Mitstreiterin Andrea Plat. Für die Technik zeichnet Thomas David aus Hamburg verantwortlich. Die Karten für die beiden Festivalabende gibt es wie immer bei dem Hauptsponsor des Songfestivals, der Volksbank Ostlippe eG, Tel. 05235 95190. Der Vorverkauf startet am 20. Juli 2018. Im Vorverkauf kosten die Karten 28 Euro pro Abend (Abendkasse 32 Euro), ein Kombiticket für beide Abende kostet 52 Euro.

 

Mehr: www.songfestival-blomberg.de


11. Blomberger Songfestival verzaubert

Das 11. Blomberger Songfestival ist Geschichte – und was für eine! Zwei bewegende Abende mit einem Programm, das an Vielseitigkeit kaum zu überbieten ist. Zwei Abende mit je fast 5 Stunden handgemachter und fesselnder Live-Musik verzauberten die Besucher.

Die Begeisterung nach dem diesjährigen Songfestival war umso beeindruckender als die Veranstalter in diesem Jahr auf die ganz großen Namen im Line-Up verzichtet haben. Alle Singer/Songwriter haben jedoch gezeigt, dass es ihre Musik absolut Wert ist, entdeckt zu werden, und wurden von einem mitgerissenen Publikum belohnt.

5Das Festival eröffnete am Freitag der Detmolder Liedermacher und Landplagen-Urgestein Mickey Meinert, der bei diesem Festival Songs aus seiner neuen CD „Bewegungen“ vorstellte. Während er häufig als Sideman für bekannte Musiker unterwegs ist, setzte er beim Festival nun seine eigenen Songs mit virtuosem Gitarrenspiel in Szene. Begleitet wurde er dabei von dem Gitarristen Matze Pethig, der auch sein Können an der Mandoline unter Beweis stellte. Der Song „Rock’N’Roll-Denkmal“ wurde zwar nicht von Meinert geschrieben (er stammt aus der Feder von Werner Vogt) ist aber wie für ihn gemacht. Alle, die das Festival verpasst haben, sollten sich das dazugehörige Video auf youtube anschauen!

3Den 2. Act des Abends gestaltete die Kölner Songwriterin Christina Lux, die das Publikum mit ihren tiefgehenden Songs und ausdrucksstarken Texten beeindruckte. Ihrer facettenreichen Stimme, ihrem Charme und ihrer Ausdrucksstärke kann man sich kaum entziehen, und sie kommt immer sehr authentisch rüber. Die Musikerin stellte an diesem Abend vor allem Songs mit deutschen Texten von ihrer neuen CD „Leise Bilder“ vor, die Ende des Jahres erscheinen wird. Beim Festival konnte sie sich nach ihrem gelungenen Auftritt über viele Vorbestellungen freuen.

2Den Abschluss des ersten Festivalabends bildete das sensationelle Duo „Carolin No“, welches in 2016 als die Entdeckung des Songfestivals galt. Wie bereits im letzten Jahr haben die Musiker den Saal innerhalb weniger Sekunden förmlich elektrisiert. Die Songs von Carolin No berühren. Sie beobachten, beglücken, beschwingen. Sie beschönigen nicht, strahlen aber immer Zuversicht aus. Die beiden Multiinstrumentalisten und Songwriter fangen Momente des Alltags ein und übersetzen diese in Musik. Sie erzählen Geschichten mit ihren Liedern und feiern den Augenblick. Das Publikum war begeistert und stürmte den CD-Stand.

10Den Festivalsamstag eröffnete Festivalgründer und Liedermacher Volkwin Müller zusammen mit dem Hamburger Ausnahmegitarristen Uli Kringler. Das Duo spielte Höhepunkte aus den eigenen Programmen sowie Klassiker ausgewählter Songwritergrößen. Besonders Volkwins Song „Wenn einer geht“ ging direkt in die Herzen der Zuhörer. Aber auch sein neuer Song „Du bist so“ wurde von den Gästen begeistert aufgenommen. Uli Kringlers Solostück „Inshallah“ zeigte sein unglaublich ausgefeiltes Gitarrenspiel und brachte eindrucksvoll zum Ausdruck, wie schön es sein kann, wenn sich Kulturen verbinden.

8Den zweiten Auftritt des Abends bestritt der 27jährige ambitionierte Hamburger Singer/Songwriter Tom Klose. Er gilt zurecht als neue deutsche Hoffnung am Songwriterhimmel und überzeugte durch ein besonderes Zusammenspiel von akustischer Gitarre, Gesang und Loops. Zeitweise war es für das Publikum kaum glaubhaft, dass da nur ein einziger Musiker auf der Bühne stand. Besonders sein Stück „Echoes“ faszinierte durch vielschichtige Loops und Klänge.

 

7Den Festivalhöhepunkt bildete der irische Songwriter Luka Bloom. Bloom war für dieses Konzert extra aus Irland angereist. Er hat sich seit einigen Jahren mit seinen eigenen Songs sowie mit einigen erfolgreichen Coverversionen weltweit etabliert und bringt heute Alben heraus, die hauptsächlich von seinem Gesang und seiner akustischen Gitarre geprägt sind. Der Künstler verstand es, einen intensiven Kontakt zum Publikum aufzubauen. Seine humorvollen Einleitungen zu den Songs brachten viele Gäste zum Schmunzeln. Vor allem entstand eine besondere Intensität bei den Stücken, wo Bloom das Publikum zum Mitsummen animierte. Die begeisterten Gäste rangen dem Musiker trotz später Stunde mehrere Zugaben ab, bedankten sich mit stehenden Ovationen und bekamen wiederum als Dankeschön noch ein A-Capella „Gute-Nacht-Lied“ auf den Heimweg.

 

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