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13. Blomberger Songfestival: von Chansons bis Rock

Das diesjährige Blomberger Songfestival hat eine sehr abwechslungsreiche Bandbreite an guter, handgemachter Musik zu bieten gehabt. Von Chansons bis zu Rock waren verschiedenste Stilrichtungen vertreten. Die entsprechende Licht- und Soundatmosphäre schuf wie in den Vorjahren der Hamburger Soundingenieur Thomas David.

Eröffnet wurde das Festival von dem Detmolder Singer/Songwriter Volkwin Müller und seiner Band. Der Initiator des Blomberger Songfestivals stellte in diesem Jahr Songs von seinem im Januar 2020 erscheinenden Album „Auf dem Weg“ vor. Musikalisch stark von Gitarren und der unverwechselbaren Stimme des Detmolders geprägt, nahm Volkwin den Zuschauer mit auf eine Reise durch seine Umwelt und seine Erfahrungen. Stets relaxt und mit viel Gefühl präsentierte er seine neuen Songs, die dafür sorgten, dass sich Zuschauer in deren eigenen Kopfkino wiederfanden. Hervorragend unterstützt wurde der ausdrucksstarke Sänger und Gitarrist von Uli Kringler (Gitarre), Jens Wrede (Bass) und Heinz Lichius (Schlagzeug). Die Zuhörer verlangten lautstark nach mehr, aber die Bühne musste für den 2. Act des Abends frei gemacht werden.

 

Dirk Darmstaedter eroberte die Gäste solo mit seinen englischsprachigen Songs, die er souverän vorstellte. Er hatte sein aktuelles Solo-Album „Strange Companions“ im Gepäck, startet aber bald wieder mit Jeremy Days auf Deutschlandtournee durch. Auch ihn ließen die Zuhörer ungern gehen, aber andererseits warteten sie bereits mit Spannung auf den Deutschrocker Stoppok.

 

 

Stoppok war bereits zum dritten Mal beim Blomberger Songfestival als Hauptact dabei. In diesem Jahr hatte man das Gefühl, dass Stoppok in Blomberg nicht nur kurz zu Gast, sondern regelrecht angekommen war. Zwischen seinen mal humorvollen, mal kritischen Songs plauderte er entspannt mit dem Publikum, erzählte kleine Anekdoten und ging auf Zurufe aus dem Saal ein. Er brachte die Festivalbesucher zum Lachen, zum Mitmachen und zum Mitsingen. Sie feierten ihn für seinen Auftritt und ließen ihn erst nach mehreren Zugaben gehen. Stoppok ist zur Zeit ohne Zweifel einer der angesagtesten Entertainer in Deutschland.

 

Der Samstag begann mit Liedern im Stil französischer Chansons, die mit sehr feinsinnigen Texten in deutscher Sprache daher kamen. Der Schöpfer dieser Stücke ist der Hamburger Autor, Schauspieler und Musiker Achim Amme, der von seiner Band Ulrich Kodjo Wendt (Diatonisches Knopfakkordeon), Uli Kringler (Gitarre & Bass) und Martin Denzin (Schlagzeug) bestens in Szene gesetzt wurde. Amme´s Band schufen die richtige Atmosphäre für die Lieder, die textlich oft überraschten.

 

Der anschließende Auftritt von Sebel und seinen beiden Mitmusikern am Cello und am Klavier packte den Saal sofort. Mit einer unglaublichen Energie brachte Sebel in bester Ruhrpottmanier seine von amüsant bis ernst reichenden Songs des Albums „Windstärke 10“ rüber. Die begeisterten Zuhörer lachten und feierten mit ihm und bei den berührenden Songs floß auch hier und dort schonmal eine Träne.

 

 

Den Abschluss des Festivals bildete Christina Lux mit ihrem Duo-Partner Oliver George (Gitarre und Schlagzeug), der ihre Songs wundervoll untermalte. Die beiden Musiker präsentierten vor allem Lieder von dem gemeinsam eingespielten Album „Leise Bilder“, das mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Mit ihrer facettenreichen Stimme vermittelt Christina oft auch ernste Botschaften. „Hass und Hetze“ setzte sie „Herz und Liebe“ entgegen. Damit erreichte sie in jedem Fall das Blomberger Publikum, das zu später Stunde ein wenig nachdenklich, aber mit einem Lächeln auf den Lippen und Wärme im Herzen in die Nacht entlassen wurde.

Viele Besucher fragten bereits am Ausgang, wann das 14. Blomberger Songfestival stattfinden wird: 6. und 7. November 2020.